Jahreszeitentisch

Im Zuge, meinen Fokus auf die kleinen Dinge im Alltag zu lenken und der Achtsamkeit mehr Raum zu geben, ist mir folgendes aufgefallen:

Der kleine Tisch - bei uns Zuhause im Eingangsbereich – hat sich zu einem Jahreszeitentisch entwickelt. Das kam dazu, dass uns die Natur gerade mit ihrer Fülle dazu einlädt, Naturmaterialien zu sammeln. Jeder bei uns Zuhause teilt diese Leidenschaft und so wächst das kleine Arrangement aus Naturmaterialen und wird zu einer einzigartigen, sich immer wieder wandelnden Naturdeko.

 

Jahreszeitentisch Herbst2016

 

Mich erinnert das sehr an meine Zeit im Berufspraktikum. Damals hatten wir eine Jahreszeitenfensterbank, die liebevoll mit Zwergen aus Märchenwolle, Tüchern und jahreszeitlichem Naturmaterialen dekoriert war. Die Kinder hatten Freude daran, die Veränderungen auf unserer Fensterbank und auch in der Natur zu beobachten und davon zu berichten. Lange Zeit haben wir, das pädagogische Personal, diese kleinen Veränderungen vor und nach der Kindergartenzeit durch Hinzufügen, Wegnehmen oder Umlegen der Gegenstände herbeigeführt.

Ein Tag ist mir noch sehr lebhaft in Erinnerung, weil die Kinder sehr aufgeregt berichtet hatten, was sich alles verändert hatte und das war eine ganze Menge. Es stellte sich dann heraus, dass die Kinder das Prinzip der Veränderung der Jahreszeitenfensterbank verstanden hatten. Es muss einen geben, der die Gegenstände umlegt, neue dazulegt oder wegnimmt. Die Freude über diese Erkenntnis war sehr groß und auch die Motivation, die Jahreszeitenfensterbank so zu verändern, dass sie die Natur wiederspiegelt, war sehr groß und hielt lange an. Die Kinder haben diese Aufgabe sehr selbständig, einfühlsam und achtsam übernommen, so dass für uns als pädagogisches Personal in diesem Bereich wenig zu tun blieb.


Interessanterweise haben die Kinder die Jahreszeitenfensterbank nie als neuen Spielbereich erobert. Die Zwerge wurden ab und an eingeladen, in die Puppenecke oder das Legohaus oder in die Leseecke, um gemeinsam ein Bilderbuch anzuschauen. Danach wurden sie aber wieder genau an Ort und Stelle zurückgebracht. Die Jahreszeitenfensterbank blieb der Spiegel für die Natur und deren Veränderungen. Das war den Kindern sehr wichtig und es herrschte stilles Einvernehmen.

Es freut mich immer sehr, wenn Kinder sich für kleine Dinge begeistern

Herzlichst
Ihre Kerstin Müller

Bildungsdialog Vielfältige Herausforderungen – die großen Kinder zwischen sechs und zwölf Vortrag von Prof. Dr. Lothar Krappmann

Die „großen“ Kinder in den Blick nehmen, das war ein großes Anliegen von Prof. Dr. Lothar Krappmann auf dem Bayerischen Bildungsdialog in München. Seinen Aussagen zufolge kommt es viel zu selten vor, dass die „großen“ Kinder in den Blick genommen werden. Das Interesse am Bildungsdialog war sehr rege. Es waren einige Fachakademien mit ihren SchülerInnen zum Vortrag und dem anschließenden Dialog gekommen.

Neben einigen statistischen Daten referierte Herr Krappmann zu den Herausforderungen in der mittleren Kindheit:

1. in die menschliche Sozialwelt hineinwachsen
2. sich die moralischen Regeln guten Zusammenlebens zu eigen machen
3. eine neue Beziehung zu den Eltern aufbauen
4. wichtiges für das Leben lernen
5. Medien beherrschen

Die mittlere Kindheit ist ein sehr wichtiger Lebensabschnitt, in dem die Kinder vieles ausprobieren und in der Interaktion mit anderen Kindern und auch mit Erwachsenen ihre Erfahrungen machen und somit das Handwerkszeug erlangen, um in der Erwachsenen Welt gut bestehen zu können.

Der wichtigste Faktor für mich ist hierbei die Selbstwirksamkeitserfahrung, die Kinder in jedem Alter immer wieder suchen und auch brauchen, um sich resilient zu entwickeln.

Nach Herrn Krappmann gibt es 4 stützende Garanten für die gelingende Entwicklung von Kindern in der mittleren Kindheit.

1. fundamentaler Respekt
2. umfassende Beteiligung und Einbeziehung der Stimme der Kinder
3. eine Bildung für verantwortungsbewusstes Leben
4. die Sicherung von Freiräumen für Kinder

Mein Fazit des Abends lautet:

Jede Entwicklungsphase im Leben eines Menschen ist wichtig. In jeder Phase der Kindheit werden andere Aufgaben bewältigt und Lernerfahrungen gemacht. Kinder brauchen Erwachsene, die die Kinder begleiten und es ihnen ermöglichen, ihre Entwicklungsaufgaben zu bewältigen. Mit Veränderung der Gesellschaft muss sich mitunter auch die Begleitung der Kinder verändern, da neue Möglichkeiten und Optionen geschaffen sind bzw. andere Ressourcen nicht mehr frei oder nur noch begrenzt zur Verfügung stehen.

Vielen Dank für den interessanten Abend. Es ist ein Thema, bei dem es sich lohnt weiterzudenken und vor allem die gesellschaftlichen Veränderungen auf die pädagogische Begleitung der Kinder zu reflektieren.

Herzliche Grüße

Kerstin Müller

Die Fülle des Herbstes

Der Herbst ist die Jahreszeit, in der uns die Natur in ihrer Fülle reich beschenkt.

Bei einem kleinen Herbstspaziergang lässt sich viel entdecken.

Aepfelchen

Es regen sich Kindheitserinnerungen, z.B. beim Sammeln von Kastanien und es lassen sich kleine und große Schätze entdecken.

Aepfelchen Kastanien

Ich wünsche Ihnen Zeit und Raum für kleine und große Eindeckungen in der Natur und Zeit zum Krafttanken.

Herzlichst
Ihre Kerstin Müller

Ein weiteres Ergebnis der Achtsamkeit…

Manchmal besteht das kleine Glück darin, genau im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken.

Feuerwerk1

 

Und manchmal besteht das größte Glück darin, den Augenblick einfach nur mit allen Sinnen wahrzunehmen, ganz präsent und genau im Hier und Jetzt zu sein – egal, was der nächste Moment bringt.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie im Alltag immer wieder kleine Momente voll Achtsamkeit erleben und dabei das kleine und große Glück spüren können.

Herzliche Grüße
Kerstin Müller

Urlaubszeit – die Zeit für das große Glück und die enttäuschten Erwartungen

Vieles, was im Alltag keinen Platz findet, wird kurzerhand in die Urlaubszeit gepackt. Was sich im Alltag als Freizeitstress schon angekündigt hat, wird im Urlaub zu Urlaubsstress. Die Erwartungen sind hoch, die Vorhaben groß… und dann kommt es mal wieder anders als gedacht…

Ab diesem Moment der Erkenntnis habe ich mir vorgenommen, mich auf die Suche nach dem kleinen Glück im Alltag zu machen, achtsam durchs Leben zu gehen und mich auf neue Erfahrungen einzulassen, ohne zu große Erwartungen zu haben. Und tatsächlich, auf der Suche nach dem kleinen Glück in den alltäglichen Dingen lieg oft ein viel größeres Glück.

Hier das Ergebnis zwischen Achtsamkeit und Fingerspitzengefühl: Ein kleiner Garten für die Mini-Entspannung zwischendurch und als Erinnerungsstütze für mehr Achtsamkeit in meinem Leben.

minigarten

 
Ich wünsche auch Ihnen, dass Sie das kleine Glück im Alltag finden.
Herzliche Grüße und eine erholsame Urlaubszeit
Kerstin Müller

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