Regionales Netzwerktreffen U3 Bayern im DJI

Das „Regionale Netzwerk Bayern: Qualifizierung für die ersten Lebensjahre“ trifft sich regelmäßig dreimal pro Jahr, um sich auszutauschen, unter anderem auch über Qualitätskriterien in der Weiterbildung.

 

Bei diesem Treffen war als Gastrednerin Frau Christina Buschle, M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin der LMU am Institut für Pädagogik. Lehrstuhl für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung eingeladen. Sie hat uns erste Ergebnisse ihrer Dissertation vorgestellt und mit uns diskutiert.


Thema ihrer Dissertation ist „Das professionelle pädagogische Selbstbildnis von Weiterbildnern frühpädagogischer Fachkräfte. Eine Untersuchung der Erwartungshaltung von und an das Lehrpersonal in der Weiterbildung frühpädagogischer Fachkräfte“.

 

Hier eine Auswahl der ersten Ergebnisse zu den Erwartungen von frühpädagogischen Fachkräfte an WeiterbildnerInnen, die wir im Anschluss diskutiert haben:

  • Interaktion & Kommunikation in der Gruppe
  • prompte Reaktion auf Fragen, deren Antworten einen Praxisbezug aufweisen
  • wertschätzender Umgang miteinander
  • Ausstrahlung & Persönlichkeit
  • Authentizität
  • Vermittlung von praxisrelevantem Fachwissen
  • Berufserfahrung: In der Praxis tätig gewesen sein (Arbeit am Kind) oder lange Berufserfahrung

 

Einige Erkenntnispunkte der Diskussion waren:

  • Individualisierung des Lernens ist auch ein wichtiges Thema für Fortbildungsveranstaltungen.
  • Methodenwechsel und Methodenmix sind hilfreich, um auf alle TeilnehmerInnen eingehen zu können.
  • Eine Auftragsklärung vor der eigentlichen Fortbildungsveranstaltung ist sehr hilfreich, um die Erwartungshaltung des Auftragsgebers zu verstehen.
  • Eine Abfrage der Erwartungen der Teilnehmerinnen zu Beginn der Veranstaltung hilft auf die individuelle Zusammensetzung der Gruppe zu reagieren.
  • Lernen darf Spaß machen!

 

Es war ein sehr spannender Nachmittag mit vielen anregenden Diskussionen. Ich habe den Vortrag und die Diskussion sehr interessiert verfolgt und konnte für mich feststellen, dass meine eigenen Vorstellungen und Erwartungen an meine Fortbildungen weitgehend mit den Erwartungen von frühpädagogischen Fachkräften, die an dieser Studie teilgenommen haben, übereinstimmen.


Es war wieder einmal eine gute Möglichkeit, die eigene Arbeit zu reflektieren.
Mein Fazit für nächstes Jahr lautet: Vorrangig die Menschen sehen, die mit den unterschiedlichsten Vorerfahrungen und Rahmenbedingungen zusammenkommen, um neue Impulse aufzunehmen, Bestätigung zu erfahren und gemeinsam mit Spaß und Freude Neues zu entdecken.


Eine gute Gelegenheit Danke zu sagen, all jenen, die mich auf meinem Weg begleitet haben, zu solch einer Lebenseinstellung zu kommen und auch an all jene, die es mir erlauben, sie ein Stück des Weges zu begleiten.

 

Hinweis: IFP-Projektbericht Nr. 25 / 3013

Neuerschienen: IFP-Projektbericht Nr. 25 / 3013
NUBBEK-Ergebnisse der Untersuchung

Erlebnisbericht der Untersuchung in Bayern:

2010/2011 war ich eine der Erheberinnen, die im Rahmen der Nationalen Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit (NUBBEK)

  • in Kindergärten,
  • Krippen und
  • Kindertageseinrichtungen mit breiter Altersmischung

Daten zur pädagogischen Qualität in den außerfamilialen Betreuungssettings gesammelt hat. Es freut mich, dass nun die Ergebnisse für die Daten, die wir in Bayern erhoben haben vorliegen.

Wer mehr erfahren möchte kann hier nachlesen:
IFP-Projektbericht Nr. 25/2013: Verfügbar als PDF von der Homepage des IFP

Bildungsdialog Familie - Fachkräfte - Milieus

Bildungsdialog in der Katholischen Stiftungsfachhochschule München Vortrag von Prof. Dr. Carsten Wippermann: „Familie – Fachkräfte – Milieus. Vielfalt der Milieus in unseren Kitas: Risiko oder Chance?“


Ein sehr anregender Vortrag mit vielen Aha-Erlebnissen für mich und neuen Impulsen zum Weiterdenken.

  • Kitas sind einer der wenigen Begegnungsorte, an dem sich Eltern und Kinder aus nahezu allen sozialen Milieus begegnen. Somit können Kitas als zentrale Instanz mit einer Schlüsselrolle betrachtet werden.
  • Sind sich Kitas dessen bewusst? Und nehmen sie gesellschaftliche Entwicklungen sensibel wahr und stellen sie sich darauf ein? Haben sie ein Gespür (Feinfühligkeit) für Bedarfe, Motive und Ansprüche der Eltern?
  • Aus welchem Milieu kommen die Fachkräfte einer Einrichtung und wie ist die Passung mit den Eltern und Kindern?
  • Die DELTA-Milieus ® (soziales Milieu =  ähnliche Grundorientierung, Werte, Lebensstil und soziale Lage)
    9 Basismilieus mit jeweils eigenen „Ur-Impulsen“, auf die sich insgesamt  19 Submilieus verteilen.
  • Es bieten sich Chancen, wenn die Ressourcen aller Milieus erkannt, gefördert und genutzt werden.
  • Ein Risiko besteht immer dort, wo Abgrenzung zur Ausgrenzung wird.
  • Es ist wichtig, Werte, Ziele und Erziehungsvorstellungen von Eltern aus verschiedenen Milieus zu verstehen, um eine gelingende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zu gestalten.
  • Kommunikative Kompetenz der Fachkräfte als eine herausragende Schlüsselkompetenz
  • Die eigene Lebenswelt- und sozialräumliche Kompetenz kennen und weiterentwickeln und Kinder und Eltern bei diesem Prozess unterstützen.

Auf den ersten Blick scheint die pädagogische Arbeit durch die Beschäftigung mit den Milieus noch vielschichtiger zu werden, als sie sowieso schon ist. Auf den zweiten Blick wird sie aber nur transparenter. Bestehende Problematiken, wie z.B. Eltern mit denen man nur schwer ins Gespräch kommt, können nun noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachtet und mit neuem „Handwerkszeug“ reflektiert und angegangen werden.
Mehr Infos zu den DELTA-Milieus® gibt es auf der Homepage des DELTA-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung GmbH

Bildungsort Familie

Der Bildungsort Familie ist ein zentraler Bildungsort und es lohnt sich immer ihn zu unterstützen.
Familienbildung leistet hier einen wichtigen Beitrag!


Durch die gesellschaftlichen Veränderungen ist es immer wieder notwendig, das Angebot in den Familienbildungsstätten zu reflektieren und eventuell neue kreative Wege zu gehen um (junge) Familien zu erreichen.
Die Folien zu meinem Vortrag „Bildungsort Familie – Familienbildung als Bildungspartner von Anfang an“ am 02.12.2013 in Frankfurt auf dem Fachtag der Arbeitsgemeinschaft Hessischer Familienbildungsstätten können Sie ab sofort unter Downloads  herunterladen.

 

 

Familienbildung Wie finde ich den richtigen Krippenplatz für mein Kind

Vorankündigung:
Am Dienstag, 18.03.2014, 19.30 Uhr leite ich im Haus der Familie Heidenheim die Veranstaltung „Wie finde ich den richtigen Krippenplatz für mein Kind?“
Nähere Infos auf meiner Seite unter Weitere Angebote.

 

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