Den Rahmen neu denken

von kerstin.mueller
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Der Beginn des neuen Jahres ist ein guter Zeitpunkt für neue Pläne und Zukunftsvisionen. Ich hatte das Glück, in letzter Zeit mit vielen Menschen zusammen zu kommen, mit denen ich den Rahmen, in dem Fortbildungen aktuell stattfinden, reflektieren und auch zum Teil schon neu denken konnte. Gerne teile ich an dieser Stelle meine Gedanken hierzu mit Ihnen und lade Sie ein, den Rahmen (noch) weiter zu denken.

Gesellschaftliche Veränderungen (z.B. Personalmangel und -fluktuation) sowie Veränderungen in persönlichen Zielvorstellungen (z.B. lieber 30 Stunden arbeiten statt 38,5 oder 40 Stunden) führen dazu, dass sich Arbeitsrhythmen und Formen der Zusammenarbeit ändern. Dies wirkt sich auch auf den Rahmen von Fortbildungen aus.

Sollen die pädagogischen Standards in Kindertageseinrichtungen gehalten oder sogar weiterentwickelt werden, braucht es dazu einen neuen Blick auf Fort- und Weiterbildung.

Teamfortbildungen sind immer noch ein sehr effizientes Instrument, um gemeinsam zu reflektieren, ein gemeinsames Handlungsmuster und eine gemeinsame Haltung zu finden. Wie nachhaltig Teamfortbildungen sind, hängt mitunter auch davon ab, wie lange ein Team zusammenarbeitet, bevor die nächste personelle Veränderung einsetzt.

Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung bietet eine Teamfortbildung auch die Möglichkeit der Teamentwicklung. Im pädagogischen Alltag bleibt oft nicht viel Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Einen ganzen Tag gemeinsam mit dem ganzen Team zu verbringen, wird oft sehr wertgeschätzt, stärkt den Zusammenhalt und bringt die pädagogische Qualität weiter.

Gute Zusammenarbeit entsteht nicht von alleine. Es muss etwas dafür getan werden. Teams, in denen jeder in seine Verantwortung geht und die Verantwortung gemeinsam getragen wird, haben eine gute Chance, schneller zusammenzuwachsen.

Viele entspannte und bereichernde Fortbildungen habe ich mit Leitungen geplant, die für sich, ihr Team und die Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit in ihrer Einrichtung einstehen – oft auch bei Gegenwind.

An dieser Stelle ein dickes und ganz herzliches Dankeschön an alle pädagogischen Kräfte, Leitungen, Trägervertreter*innen, Fortbildungskolleg*innen, Bildungsträger, … für die inspirierenden Dialoge und die spannenden neuen Fortbildungsformate.

Ich freue mich auf alle, die sich jetzt inspiriert und eingeladen fühlen, die neuen Fortbildungsformate für ihre Kita zu nutzen. Und natürlich stehe ich auch immer gerne bereit, wenn es darum geht, neue Perspektiven und neue Fortbildungsformate zu entwickeln.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein wunderbares neues Jahrzehnt, in dem viel Zeit ist, sich auf Spannendes einzulassen und gemeinsam neue Wege zu gehen.

Herzlichst
Ihrer Kerstin Müller